Zurück zur Übersicht

Internationaler Fachkräftekongress 2026: Rekrutierung und Bleiben zusammendenken

Beim Internationalen Fachkräftekongress 2026 der IHK Hannover standen Fachkräfteeinwanderung, Integration und das langfristige Bleiben im Mittelpunkt.
Wann
8. September 2026, 10:00 Uhr – 9. September 2026, 17:00 Uhr
Wo
IHK zu Hannover

Die Fachkräfteeinwanderung ist längst zu einem zentralen wirtschaftspolitischen Thema geworden. Beim Internationalen Fachkräftekongress 2026 der IHK Hannover diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über den aktuellen Stand, bestehende Herausforderungen und notwendige Handlungsoptionen.

Auch VISABEE-Geschäftsführer Bastian Mahmoodi nahm an der Veranstaltung teil. Noch vor wenigen Jahren habe es für das Thema Fachkräfteeinwanderung deutlich weniger Aufmerksamkeit und kaum entsprechende Veranstaltungsformate gegeben. Heute ist die Notwendigkeit internationaler Fach- und Arbeitskräfte in vielen Branchen angekommen.

Die demografische Entwicklung bleibt dabei unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Lage eine der zentralen Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt. Bis 2036 werden rund 20 Millionen Menschen das Renteneintrittsalter erreichen. Damit wird deutlich: Unternehmen müssen sich langfristig mit der Frage beschäftigen, wie sie ihren Personalbedarf sichern können.

In einer Podiumsdiskussion mit IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt, IAB-Forscherin Dr. Yuliya Kosyakova, Karim El-Nacoury und Jasmin Arbabian-Vogel wurde insbesondere das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Fachkräfteeinwanderung beleuchtet.

Für VISABEE ist dabei entscheidend, dass Wirtschaft nicht ausschließlich auf politische Lösungen wartet. Unternehmen können selbst Strukturen schaffen, Prozesse professionalisieren und internationale Rekrutierung strategisch angehen. Gleichzeitig braucht es verlässliche politische und administrative Rahmenbedingungen. Der niedersächsische Arbeitsminister Dr. Andreas Philippi unterstrich auf dem Kongress die Bedeutung der staatlichen Institutionen für eine funktionierende Fachkräfteeinwanderung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Frage, wie internationale Fachkräfte nach ihrer Einreise langfristig in Deutschland und bei ihren Arbeitgebern gehalten werden können. Für VISABEE müssen Rekrutierung und Bleiben von Beginn an zusammengedacht werden. Hohe Fluktuation oder eine erneute Auswanderung verursachen nicht nur erhebliche Kosten für Unternehmen, sondern auch für die Volkswirtschaft insgesamt.

Genau an diesem Punkt setzt VISABEE mit seinem Ansatz an. Neben Rekrutierung, Qualifizierung und der Begleitung von Einwanderungsprozessen gewinnen Integration, Orientierung und gesellschaftliche Teilhabe zunehmend an Bedeutung. Mit der neuen Online-Akademie erweitert VISABEE diesen Ansatz und stellt Unternehmen zusätzliche Instrumente zur Verfügung, um internationale Mitarbeitende auch nach ihrer Ankunft nachhaltig zu begleiten.

Der Austausch auf dem Internationalen Fachkräftekongress hat damit eine zentrale Überzeugung bestätigt: Erfolgreiche Fachkräfteeinwanderung endet nicht mit der Einreise oder der Arbeitsaufnahme. Entscheidend ist, Strukturen zu schaffen, die internationale Fachkräfte dauerhaft in Unternehmen und Gesellschaft ankommen lassen.